Ausrüstung: Zelt

Das eigene Zelt ist ein sehr wichtiges Teil der Ausrüstung.

Goldgräber bzw. Goldsucher stellen kaum besondere Anforderungen an Ihr Zelt.
Wichtig sind eher die Details, wie z. B. das Gewicht und das Packmaß vom Zelt.

Letztlich würde ich immer ein Doppelzelt bevorzugen. Das Doppelzelt ist für den Outdoorbereich meistens konstruiert.
So haben die Outdoorzelte meistens ein Innenzelt aus Moskitonetz, sind sehr wetterfest und sind für die Goldsuche ideal.

Es gibt eine tolle Variante von Wurfzelten. Die Wurfzelte sind ideale Begleiter wenn man keine Lust auf lange Aufbauzeiten hat
und ein großes Gepäck mit sich führen kann. Bisher habe ich allerdings das kleinste Wurfzelt mit einem Durchmesser von 60 cm
gefunden. Da das Wurfzelt oftmals kreisrund ist, sind mir 60 cm in runder Bauform einfach zu sperrig, auch wenn es nur 4 cm hoch ist.

Generell gilt die Faustregel, man sollte immer eine Größe mehr nehmen, sprich bei 1 Person wird ein 2 Personen Zelt verwendet und bei 2 Personen entsprechend ein 3 Personen Zelt.
So hat man genügend Stauraum, um seine Sachen regensicher zu verstauen.

Generell sollte man bei einem Zelt mit Innen- und Außenwand (Doppelzelt) keine Gegenstände an die Zeltwand legen. Bei starken und anhaltenden Regen könnte Wasser bei nicht getrennten Außen- und Innenzeltwand eindringen.

Meine Auswahlkriterien für ein Zelt auf Goldreisen sind:

  • geringes Gewicht
    • nicht mehr als 3 kg für ein Kuppelzelt (Platz, angenehme Höhe, wetterfest)
    • nicht mehr als 2 kg für ein Tunnelzelt (weniger Platz, tiefer, dafür wetterfester – speziell sturmsicher)
  • Packmaß
    • klein
    • handlich, damit es einfach in einen Rucksack passt und nicht z.B. 70 cm lang sein
  • einfacher Aufbau
    • der Aufbau soll einfach, ohne langwieriges Studium einer Anleitung und nur durch eine Person möglich sein
  • schneller Aufbau
    • der Aufbau des Zeltes sollte sehr schnell aufgebaut werden, z.B. im Regen sollte es rasch aufgebaut werden können
    • das Zelt sollte nur durch 2 Stangen selbstständig stehen (noch schnellerer und leichterer Aufbau)
  • Wetterfestigkeit und Schutz vor den Elementen
    • die Bodenmatte sollte kein Wasser durchlassen und an den Seiten mind. 5 cm nach oben hochgezogen sein
    • die Außenwände sollten einer hohen Wassersäule standhalten
  • Eingang
    • ein bequemer Eingang (ohne Stolperleine) sollte möglichst an der Seite vorhanden sein
    • möglichst 2 Eingänge sollten in Gebieten mit wilden Tieren vorhanden sein, z.B. in Bärengebieten
  • gute Belüftung
    • kein Schwitzwasser darf entstehen
    • auch heißen Regionen sollte die Belüftung gewährleistet sein (an Zeltwänden sollten Belüftungsklappen sein)
  • Moskitoschutz
    • das Zelt sollte über ein komplettes Innenzelt aus Netzmaterial bestehen
  • Ablagen
    • Ablagefächer sollten ausreichend vorhanden sein
    • Ösen und Haken sollten ausreichend vorhanden sein (z.B. für die Taschenlampe, Bärenspray)
  • Farbgebung
    • die Farbe sollte dezent sein und nicht z.B. Insekten anlocken
    • die Farbe sollte sich der Umgebung angleichen
  • Platzangebot
    • der Platz im Zelt sollte auch für die Ausrüstung reichen
    • Apsiden sollten vorhanden sein, besser noch ein Vorkammersystem
  • meine spezielle Anforderung: 2 Kammersystem
    • bei starken und dauerhaften Regen können Sachen außerhalb der Innenkammer deponiert werden
      Beispielsweise können nasse Schuhe in der Vorkammer abgestellt werden.
    • sperrige Gegenstände möchte ich nicht im Innenzelt lagern,
      weil sie z.B. schmutzig sind und das Innenzelt verschmutzen würden

Ich habe mich für zwei Zelte entschieden:

 

Tipp: Den Link anklicken, um die Zelte in der Praxis zu sehen.

So könnte ein gepackter Rucksack für die Goldsuche aussehen:

  • Wichtig sind die großen Außentaschen. Hineingesteckte Ausrüstung kann mit zwei Riemen jeweils fixiert werden und sind so gegen ein herausfallen gesichert.
  • In den Außentaschen befinden sich eine Henderson-Handpume und ein Schaurohr. Im Schaurohr selbst steckt ein Bärenspray, zwekcs Abwehr gegen Bärenattacken und um sich im „Bärenland sicher zu fühlen“.
  • Oben befindet sich eine Bärenglocke aus Metall, die wilden Tieren aufgrund des ungewöhnlichen Klangs im voraus warnt und so Konfrontationen vermeidet.
  • Eingehängt sind ein grobes Sieb, eine Waschpfanne und ein Eimer für eine weitere Henderson-Handpume.
  • In der grauen Tasche befindet sich ein eine Pinzette, zum Herausziehen von Nuggets aus Spalten, ein Magnet zum Trennen von Black Sand und Gold und ein Multitool. Ein Multitool mit Messer und Zange ist in der Wildniss unverzichtbar!
  • In der kleinen Schwarzen Tasche befindet sich die Fotokamera.
  • An einem weiten Haken/Riemen befindet die blaue Halterung für einen Geologenhammer. Die Halterung hat zwei Funktionen. Erstens den Hammer zu sichern, um ihn nicht zu verlieren – so kann man sehr schnell an den Hammer gelangen. Der Hammer ist mit Signalfarbe besprüht, so dass man ihn unter Wasser leichter finden kann. Die zweite Funktion der Plastikhalterung ist der Schutz vor der scharfen Hammerspitze, damit der Rucksack oder andere Sachen nicht beschädigt werden.
  • Grundsätzlich sind viele Haken und Riemen sehr praktisch, um Ausrüstungsgegenstände anbinden zu können, zwecks einfachen Zugriffs und zum Trocknen der Gegenstände.
  • Ein Gummiband kann hilfreich sein, zum sichern von sperrigen Gegenständen. So ist ein Gummiband um das Sieb, Waschpfanne und Eimer gebunden.