Highbanker – ein Gerät für den maschinellen Abbau von Gold

Der Highbanker ist eine Konstruktion, die dem Prinzip einer Waschrinne sehr ähnelt. Das Material wie Kies, Lehn und Steine wird mechanisch von Gold getrennt und bleibt in der unteren Schleuse hängen. Das Material mit Goldflittern und Nuggets wird per Schaufel auf ein grobes Sieb (Gitter oder Lochblech) des Highbankers aufgetragen. Gold und schweres Material fallen auf das obere schräg angebrachte Sieb. Durch das über Düsen eingespritzte Wasser und die Schwerkraft wird das Material voneinander getrennt. Große Steine werden „abgeschieden“ und das kleinere Material, dass durch das Sieb passt, fällt nach unten und bleibt im oberen Teil der Schleuse liegen. Die Größe eines Highbankers schwankt von mobilen Geräten bis zu metergroßen Apparaturen, bei denen per Schaufelbagger das Material zugeführt wird. Bei den größeren Vertretern wird im Vorfeld das Material vorgesiebt. Hier wird der transportable und vielseitig mobile Highbanker beschrieben.

Highbanker für höheren Umsatz beim Goldsuchen

Bild: Highbanker im Einsatz (Eigenbau)

Highbanker benötigen für den Betrieb eine Wasserquelle. Die Wasserquelle für den Highbanker besteht standardmäßig aus einer Pumpe, die einen kontinuierlichen Wasserstrom auf das Material spritzt. Je stärker der Druck des Wassers ist, umso besser kann z.B. lehmiges Material von Gold getrennt werden. Bei zu geringem Wasserdruck kann das Material sich nicht lösen und das Gold landet im Abraum. Weinend

Der typische Highbanker wird per (lauten) Verbrennungsmotor betrieben. Eine elektrisch betriebene Pumpe ist wesentlich leiser. In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass der Geländewagen im Leerlauf verharrt, um über den Zigarettenanzünder die notwendige Energie zu liefern. Starke Batterien (LKW) können für einige Stunden auch den Betrieb aufrecht erhalten, allerdings werden Stunden bis Tage zum Aufladen der großen und sehr schweren Batterien benötigt.

Eine elegante Methode ist das natürliche Gefälle des Geländes zu nutzen, um per „gravity dredge“ das Wasser über meterlange Schläuche zum Higbanker zu transportieren.

Highbanker gibt es auch mit geschlossenen Wasserkreislauf, bei denen das Wasser recycelt wird. Diese Vorgehensweise wird dann bevorzugt, wenn das Wasser zu weit entfernt oder gar nicht vorhanden ist. Bei mobilen Highbankern wird traditionell der nahe Anschluss zum Wasser bevorzugt, um einen hohen Materialumsatz zu erzielen.

Einsatzgebiete vom Highbanker

  • goldführende Bäche und Flüsse
  • goldführende Gewässer, an denen das Dredgen verboten ist oder zu wenig Wasser für eine Dredge vorhanden ist
  • Goldsuchen bei gemieteten Claims, d.h. es ist nur das Recht erworben einen Highbanker zu nutzen
  • ausgetrocknete Flussbette und Bachläufe, wo kein Wasser mehr vorhanden ist
  • goldhaltige Gebiete, die überhaupt kein Wasser vorweisen -> hier werden dann oft Dryblower genutzt,
    laienhaft ausgedrückt: ein Highbanker ohne Wasser – mit Luft betrieben (wird in West Australien sehr häufig eingesetzt)
  • als Prospektionsmethode. Aufgrund des höheren Umsatzes kann das vorhandene Schwermineralienkonzentrat sicherer und schneller ausgewaschen werden.
  • zum Trennen von Gold und Konzentrat
  • als einfache Goldgewinnungsmethode (wesentlich einfacher als per Dredge) mit höheren Umsatz als einer Goldwaschpfanne