Ausrüstung für die Goldsuche am und im Wasser

Die hier aufgeführten Sachen führe ich selbst mit, wenn ich z.B. in Alaska oder Neuseeland am und im Wasser nach Naturgold, also Nuggets und Goldflitter suche.
Da in goldführenden Gewässern vor allem nach feinem Gold gesucht wird, besteht die Ausrüstung aus mehreren Gegenständen.

Ausrüstung für die Goldsuche an einem Bach

Bild: Ausrüstung für die Goldsuche in Neuseeland

Es ist immer schwierig einen Kompromiss aus geringem Gewicht und „alles Notwendige“ mitzunehmen. Dem Wasser ist alles andere Untergeordnet, so muss die Ausrüstung wasserdicht bzw. wasserverträglich, zumindest bis zur Hüfte sein.

Teile der Ausrüstung  für die Goldsuche an einem Bach

Bild: Teile der Ausrüstung für die Goldsuche am Wasser (Schaurohr, Geologenhammer, Pumpe, Sieb, Eimer und Nuggetpumpe)

 

Tipp: Ein Klick auf den Link zeigt die beschriebene Ausrüstung in der Praxis:

  • Metalldetektor (natürlich von Minelab) mit einer wasserfesten Spule:
    • Tipp – sehr kleine Mono-Spule (durchgehender Suchteller): hiermit gelangt man auch in enge Spalten und die Strömung des Wassers hat nur eine kleine Angriffsfläche, sprich die Spule wird nicht „hin- und her geschleudert“
    • Tipp – offene Mono-Spule: hiermit gelangt man einige cm tiefer und besitzt ein breiteres Suchfeld, unhandlich wird die Spule bei Spalten,
      die Strömung des Wassers hat auch nur eine kleine Angriffsfläche, sprich die Spule wird nicht „hin- und her geschleudert“
  • HipStick (Trageerleichterung für die Minelab-Modelle) – funktioniert auch recht gut bei langem Laufen in Bächen (für kurze Suchen, reicht ein Bunjee)
  • metallfreies Schuhwerk (robuste Füsslinge aus dem Tauchbereich sind rutschtfest, trittsicher und günstig)
  • eine dicke und lange (gerne 1,8 Meter) Brechstange, um Spalten aufbrechen zu können und große Steinplatten „weghebeln“ zu können
  • eine Kopfbedeckung bei fast immer notwendig (sinnvollerweise mit Nackenschutz)
  • ein Multitool (ein Messer oder eine Zange braucht man immer wieder)
  • ein Kratzwerkzeug (hervorragend ist ein Fugenkratzer aus dem Baumarkt, um kleine Spalten zu entleeren)
  • ein längerer grober Schraubendreher oder ein kleines Stemmeisen zum Aufbrechen kleinerer Spalten
  • ein Geologenhammer als Hammer für den Schraubenzieher oder ein Stemmeisen und zum Aufbrechen von Spalten
  • ein halblanges dickes Stemmeisen (ca. 60 cm lang) als 2. kleines Brechwerkzeug neben der Eisenstange
  • eine Pinzette für kleineres Gold, welches in Spalten festsitzt, oder wo die Finger zu dick sind
  • Handschuhe (keine Neopren, die sind in 3 Tagen an den Fingerkuppen abgewetzt), sinnvollerweise Baumarkthandschuhe, wo der gesamte Handflächenbereich Gummiverstärkt ist und der Handrücken per Gewebe wasserdurchlässig ist (so kann das Wasser einfach abfließen)
  • ein Sniffer zu Aufnahme von feinen Gold
  • eine Goldwaschpfanne (aus Plastik, wegen des geringen Gewichts)b
  • ein grobes Sieb, passend auf die Pfanne
  • ein Schaurohr um durch die reflektierende Wasseroberfläche schauen zu können bzw. durch enstehende Wasserwirbel (mit Ludtbläschchen)
  • eine Polarisationsbrille um durch die Wasseroberfläche zum Grund schauen zu können (Erleichtert die Suche nach Spalten und erkennt z.B. glitschige Stellen im Bachbett)
  • eine Henderson-Handpumpe
  • bei Nutzung einer Schleuse wird ein Eimer für das Ausschütten des Konzentrats und ein lange Schaufel benötigt
  • ein großer Rucksack (er muss sehr robust sein, leicht und sehr bequem zu tragen sein, eine Belüftung bei den Trageriemen ist empfehlenswert) mit großer Außentaschen und einem durchgehenden großen Hauptfach, mit vielen Gurten zum Anhängen kleinerer Ausrüstungsgegenstände
  • speziell zum Dredgen (es wird meistens bzw. zu einem großen Teil  unter Wasser gearbeitet):
    • Taucherbrille (aus Glas, Plastikgläser neigen eher zum Beschlagen)
    • ein Schnorchel mit Ausblasventil (starr und nicht flexibel, man arbeite unter Wasser und flexible Schnorchel sind hierfür unpraktisch)
    • Tauchergürtel mit viel Blei (ca. 15-20 kg), da oftmals genau in der Strömung gearbeitet wird und beim Dredgen sollte man mit der Kopf direkt am Saugrohr (Nozzle) sein
    • festes Schuhwerk mit sehr grober Sohle (eventuell sogar Sicherheitsschuhe mit einer Stahlkappe), auch Füslsinge mit fester Sohle haben sich bewährt allerdings schützen sie nicht gegen Steine
    • Schutzprotektoren für Knie und Ellenbogen (Gummireifenstücke aus alten Motorrädern haben sich bewährt), sonst wird der Neoprananzug zu schnell verschleißen, Protektoren aus dem Tagebau haben sich auch bewährt (robust, aber schwer)
    • lange Unterwäsche aus Polyamid erleichtert das Anziehen des oftmals „ollen“ nassen Tauchanzugs und hält warm
    • Kopfhaube (sehr wichtig, da ein Drittel der Körperwärme über den Kopf abgegeben wird)
    • als Tauchanzug ist ein 2-Teiler (Long John) zu empfehlen: Jacke mit integrierter Kapuze und Jacke sollte zwischen den Beinen durch leichten Mechanismus halten sollen (Vorteil: wenn es warm ist, kann man auch nur mit der Hose arbeiten, man kann sich selbst einfach schneller an- und auskleiden, WC-Gänge sind einfacher
  • Suche in wasserdichter Kleidung:
    • eine wasserdichte Hüfthose aus dem Anglerbereich (Fliegenfischen) aus leichtem Kunststoff mit hoher Atmungsaktivität ist die beste Hose (wichtig ist eine Größe mit 1 bis 2 Nummer größer, man setzt sich hin, kniet usw.)
      eine Neoprenhose ist nicht empfehlenswert
    • eine Hüfthose aus Neopren ist wenig empfehlenswert, dagegen sprechen die Unbeweglichkeit und ein Riss ist schwer zu entdecken bzw. zu flicken.
      Ein Riss bzw. das Eindringen von Wasser an einer Naht oder das Eindringen von Wasser an der Filzsohle des Gummistiefels ist in der Wildniss nicht wirklich zu reparieren!
    • Knieschützer sind sehr empfehlenswert, um das Material und die Beine zu schützen

Tipps (gesammelt aus anderen Quellen und aus eigener Erfahrung) :

  • Wasser, Essen (gerade beim Arbeiten im Wasser muss Energie nachgetankt werden)
  • ein Multitool
  • Fotoausrüstung mit Leichtstativ
  • ein Ersatzakku, sofern nicht der Minelab 4000, 4500, 4800 oder 5000 eingesetzt wird (diese halten praktisch 2 Tage)
  • eine Polarfilterbrille (eher eine geringe Tönung, Tagestönung ist gelb oder orange), so kann durch die Wasserreflektionen in der Tiefe einfach nach Spalten geschaut werden
    Tipp für Brillenträger: sinnvoll ist eine Überziehbrille als Polarbrille, damit bei wenig Sonnenschein nur mit der normalen Brille weitergesucht werden kann
  • Moskitonetz (gegen lästige Fliegen und Stechmücken,wie z.B. Black Sandflies)
  • als Brillenträger (Zweitbrille)

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So könnte ein gepackter Rucksack für die Goldsuche aussehen:

  • Wichtig sind die großen Außentaschen. Hineingesteckte Ausrüstung kann mit zwei Riemen jeweils fixiert werden und sind so gegen ein herausfallen gesichert.
  • In den Außentaschen befinden sich eine Henderson-Handpume und ein Schaurohr. Im Schaurohr selbst steckt ein Bärenspray, zwekcs Abwehr gegen Bärenattacken und um sich im „Bärenland sicher zu fühlen“.
  • Oben befindet sich eine Bärenglocke aus Metall, die wilden Tieren aufgrund des ungewöhnlichen Klangs im voraus warnt und so Konfrontationen vermeidet.
  • Eingehängt sind ein grobes Sieb, eine Waschpfanne und ein Eimer für eine weitere Henderson-Handpume.
  • In der grauen Tasche befindet sich ein eine Pinzette, zum Herausziehen von Nuggets aus Spalten, ein Magnet zum Trennen von Black Sand und Gold und ein Multitool. Ein Multitool mit Messer und Zange ist in der Wildniss unverzichtbar!
  • In der kleinen Schwarzen Tasche befindet sich die Fotokamera.
  • An einem weiten Haken/Riemen befindet die blaue Halterung für einen Geologenhammer. Die Halterung hat zwei Funktionen. Erstens den Hammer zu sichern, um ihn nicht zu verlieren – so kann man sehr schnell an den Hammer gelangen. Der Hammer ist mit Signalfarbe besprüht, so dass man ihn unter Wasser leichter finden kann. Die zweite Funktion der Plastikhalterung ist der Schutz vor der scharfen Hammerspitze, damit der Rucksack oder andere Sachen nicht beschädigt werden.
  • Grundsätzlich sind viele Haken und Riemen sehr praktisch, um Ausrüstungegenstä