Goldimitate

Gold wird gerne imitiert und durch verschiedene Legierungen soll ein glänzender Effekt erzielt werden.

Mittlerweile existieren diverse Legierungen, die nicht nur den Glanz von Gold ähneln sollen, sondern teilweise die Eigenschaften nachahmen sollen, wie z.B. die charakteristische Hohe Dehnbarkeit von Gold. Einige Legierung enthalten als Zusatz Gold.

Legierungen mit goldähnlichen Farbton und ihrer Zusammensetzung

  • Blattgold: (hier unechtes Blattgold): 75 – 85% Kupfer und 25 – 15% Zink
    • Merkmale: hohe Dehnbarkeit
  • Coopersches Gold: 80% Platin und 20% Kupfer
  • Cupror: Aluminium-Bronze aus Kupfer mit einem Zusatz von 5,8% Aluminium
    • Bezeichnung: Das Wort „Cupror“ ist eine Zusammensetzung vom latainischen Wort für Kupfer „cuprum“ und dem französischen Wort für Gold „or“.
  • Dixigold: 90% Kupfer und 10% Aluminium
    • Merkmale: säurefest und  sehr hart
  • Französisches Gold = Rottombak = Oreïde: Kupfer und 10-15% Zink
    • Benennung: Das Wort „Oreïde“ ist abgeleitet französischen Wort für Gold „or“.
    • Verwendung: Die Legierung wird für Gürtlerwaren und selten auch für die Besteckherstellung.
  • Goldbronze: (es gibt 2 verschiedene Legierungen)
    1. 90,5% Kupfer, 6,5% Zinn und 3% Zink
    2. 90-95% Kupfer, 3-8% Aluminium und 2% Gold
  • Goldimitation: 97,8% Kupfer, 2% Aluminium und 0,2% Gold
    • Besonderheit: geschützte Warenbezeichnung (Nummer 47380)
  • Goldkupfer: 90,5% Kupfer, 6,5% Zinn und 3% Zink
  • Goldschaummetall = Schaumgold: 84,5-77,8% Kupfer und 15,5-22,2% Zink
    • Merkmale: hohe Dehnbarkeit
    • Verwendung: Auf Grund der hohen Dehnbarkeit wird diese Legierung zur Herstellung von unechten Blattgoldes genutzt.
  • Mannheimer Gold: 83,7% Kupfer, 9,3% Zink und 7% Zink
    • Besonderheit: geschützte Warenbezeichnung mit der Bezeichnung „Similor“
  • Mosaisches Gold: 63-75% Kupfer und 25-37% Zink
    • Besonderheit: geschützte Warenbezeichnung
  • Muschelgold: 53,5% Zink und 46,5% Kupfer
    • Merkmale: sehr spröde
    • Verwendung: Die Legierung wird bei der Knopfherstellung verwendet.
  • Nürnberger Gold: 90% Kupfer,7-8% Aluminium und 2-3% Gold
  • Oreïde: siehe Französisches Gold
  • Pariser Talmigold: 90,2 %Kupfer,  8,9% Zink und 0,9% Gold
    • Merkmale: gute Dehnbarkeit
    • Verwendung: Die Legierung wird bei der Knopfherstellung und für Korpuswaren verwendet, um sie später zu vergolden.
    • Benennung: Nach dem in Paris lebenden Farbikanten Tallios, der diese Legierung (87% Kupfer, 12% Zink und 1% Zinn) gegen 1840 einführte. Auf diesen Legierungen wurde per Aufwalzung oder galvanisch eine Goldschicht aufgetragen. Der gebräuchliche Name war „Tallios-mi-or“, eine Zusammensetzung des Familiennamens und dem französischen Wort „mi-or“ für „Halb-Gold“. Später wurde das Wort abgewandelt und als „Talmigold“ verwendet.
  • Prinzessmetall = Princesmetall: 66,7% Kupfer und 33,3% Zink
  • Rauschgold = Rauschmessing: Dies sind dünne Messingfolien die eine Stärke von 10-30 nm ausweisen.
    • Benennung: Bei Berührung fangen diese Folien an zu „rauschen“.
  • Similor = Mannheimer Gold: – siehe Mannheimer Gold
    • Benennung: Aus der Kombination des lateinischen Wortes für ähnlich oder gleich „similis“ und dem französischen Wort für Gold „or“ ist das Wort zusammengesetzt.
    • Besonderheit: geschützte Warenbezeichnung
  • Talmigold = Pariser Talmigold: – siehe Pariser Talmigold
  • Yellow Metal: 60% Kupfer und 40% Zink
    • Verwendung: Kunstschmiedearbeiten