Duktilität

Die Duktilität (lateinisch abgeleitet von ducere [führen, leiten und ziehen]) beschreibt die Dehnbarkeit eines Materials.

Die Dehnbarkeit von Gold ist extrem hoch. Gold ist so duktil, dass es auf eine Materialstärke von 0,001 mm (entspricht 1 qm = 100 Nanometer) gedehnt werden könnte.

Das Gegenteil von duktilen Stoffen wären z.B. spröde Stoffe wie Glas.

Die Eigenschaft der hohen Dehnbarkeit von Gold wird bei der Erzeugung von Blattgold genutzt. Schon die Römer konnten Gold zu dünnen Schichten von ca. 0,003 mm (entspricht 3 qm) Dicke schlagen.

Durch heutige Verfahren kann Blattgold in einer Stärke von 0,0011 mm bis 0,00014 (entspricht 1,1 bis 1,4 qm oder 110-140 Nanomeer) hergestellt werden.

Ein anschaulicher Vergleich zu Blattgold ist die Dicke des menschlichen Haars. Ein Haar hat eine ungefähre Stärke vom 0,1 mm (entspricht 100 qm) und Blattgold hat eine Stärke von 0,003 mm (entspricht 3 qm).

 

Blattgold

Bild: dünn gepresste Goldfolien (zumindest steht dies so auf der Flasche)

Artikel zum Bild („Echtes Gold im Souvenir – laut Angabe 24 Karat“)