Fokus Goldsuche auf Land

Die Frage nach der Aufteilung bei der Landsuche ist schon wesentlich schwieriger. Generell können die Funde sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Gruppenmitglied kann wesentlich mehr oder gar ein Vielfaches an Gold finden, während ein anderer Teilnehmer sehr wenig oder sogar gar kein Gold finden wird.

Hier entstehen die folgenden Fragen:

Wie soll die Aufteilung erfolgen, falls eine Person kein Stück Gold findet?

Wie erfolgt die Aufteilung, wenn nur eine Person Gold findet?

Soll der Aspekt angerechnet werden, wenn ein Gruppenmitglied einen Patch findet und die gesamte Gruppe extrem davon profitiert? Erhält er einen Bonus bei der Aufteilung?

Tipp: Das Ziel einer Aufteilungsregelung sollte eine Win-win-Situation sein. Alle Gruppenmitglieder sollten vor und nach der Aufteilung mit der Regelung zufrieden sein.Der ursprüngliche Finder sollte belohnt werden und unehrliche Situationen gar nicht erst entstehen können.

Bei der Landsuche ist die „Fundidentifizierung“ – „ich habe das Metall selbst aus der Erde gebuddelt“ wesentlich höher als bei der Wassersuche per Gruppe. Das selbst gefundene und aus der Erde geborgene Nugget möchte der Finder meist gern behalten.

Bei der Goldaufteilung sollte beachtet werden, dass die meiste Zeit der gemeinsamen Reise mit der Suche nach Gold verbracht wird.

Bei der Landsuche kann man auf eine Stelle mit mehrere Nuggets oder vielleicht sogar auf ein Patch stoßen. Ein Patch, den vielleicht noch keine Person bisher entdeckt hat und daher „virgin patch“ oder auch „virgin ground“ genannt wird, ist der Traum aller Goldsucher. Nun sollte die gesammte Gruppe den Patch großflächig und effektiv bearbeiten. Der Einsatz von GPS, die Daten visualisiert auf einer topographischen Karte oder per Notebook und Chaining kann die gesamte Ausbeute schnell erhöht werden. Schließlich profitiert die ganze Gruppe davon. Aus diesem Grund haben die Gruppenmitglieder auch Funkgeräte dabei, um sich gegenseitig schnell zu informieren.

Einige Glücksritter nutzen verschlüsselte Kommunikation oder Codewörter, damit zufälliges Mithören fremder Personen keinen Nachteil erbringt! Es wird dann nicht vor Freude in das Walki Talki „gebrüllt“, dass ein 20 Gramm Nugget gefunden wurde, sondern ruhig über das „Wetter mit 20 Grad“ diskutiert oder beim 2. Nuggetfund wird lapidar vom 35.jährigen Bruder erzählt (35 Gramm Nugget), welcher nur 20 km weit weg wohnt (Fundstelle liegt 20 Meter vom ersten Nugget entfernt)…Cool

Eine mögliche Aufteilungsregel für die Landsuche mit Metalldetektoren nach Gold könnte so aussehen:

  • Alles gefundene Gold wird jeden Tag gewogen und separat aufbewahrt.
  • Der Finder erhält einen vorher ausgehandelten Anteil von 30-50 % des selbst gefundenen Goldes. Der andere Anteil geht in die Gruppenkasse.
  • Der Finder eines Goldstückes behält ein Vorkaufsrecht auf seine selbst gefunden Stücke.
  • Auszahlungen geschehen direkt im Land des Fundes – falls man sich nach der Reise plötzlich nicht mehr kennen sollte…Unschuldig
  • Die Gruppe sollte dem Finder der besonderen Goldstückchen ein faires Vorkaufsrecht gewähren. Der Kaufpreis kann beispielsweise mit 65-85% des aktuellen Goldpreises festgelegt werden.
  • Es können die Suchzeiten (Stunden oder z. B. Vor- oder Nachmittage) vermerkt werden. Am Ende wird die Gruppenkasse anteilig nach Suchzeiten aufgeteilt. Hierfür sollte die Gruppe am Tagesende über die „Arbeitszeiten“ sprechen und diese festhalten.
  • Wird nur ein einziges Stück Gold gefunden, behält der Finder das Stück und muss keinen finanziellen Ausgleich für die Gruppe leisten. Hier stellt sich sofort die Frage, ob bei einem „Kilofund“ die Gruppe an dieser Regelung noch festhalten möchte.Geld